Anleitungen

Die Geschichte des Smart Home

Die Idee eines intelligenten Hauses, welches sich auf die Bedürfnisse des Bewohners anpasst, ist schon relativ alt. Schon 1939 schrieb der Autor George Bucher in seinem Artikel „Das elektrische Haus der Zukunft“ über ein vernetztes Haus welches automatisch Türen öffnet, Gäste über die Haussprechanlage persönlich grüßt und die Beleuchtung entsprechend der Bedürfnisse der Bewohner verändert. Es vergingen allerdings einige Jahrzehnte bis der Grundstein zur Gebäudeautomatisierung gelegt werden konnte. 1963 wurden erstmals Störmeldesysteme in größeren Gebäudeeinheiten realisiert. Zwar hat dies noch wenig mit dem Smart House im eigentlichen Sinne zu tun, aber damit begann die grundlegende zielgerichtete Vernetzung in Gebäuden. 1973 kam die speicherprogrammierbare Steuerung, kurz SPS auf den Markt, dieser Zentralrechner ermöglichte die zentrale Steuerung der angeschlossenen Peripherie. Problematisch in dem Fall war aber, dass durch einen Ausfall des SPS die gesamte Elektronik des Hauses lahmgelegt wurde. 1987 entstand dann durch das European Home System (EHS) ein Bus-system was die dezentrale Steuerung ermöglichte. Erst 2002 konnte ein herstellerunabhängiges Bus-system mit dem Namen KNX-Bus entwickelt werden, sodass eine flexible Nutzung des Systems ermöglicht werden konnte. Daraufhin entstand im Jahr 2005 mit dem Haus der Gegenwart im Rahmen der Bundesgartenschau in München erst ein Wohnhaus welches komplett zentral steuerbar war. Drei Jahre später entstand mit dem sogenannten Haus V ein nahezu Energieautarkes Haus welches, sich selbst steuern kann. Mittlerweile gibt es in Europa mehr als eine Million über KNX-vernetzte Gebäude und die Zahl der Besitzer steigt exponentiell an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.